Schulchronik

Bis zum Jahre 1875 bestand in Ternitz überhaupt keine öffentliche Schule. Die am 7. Jänner 1871 durch die damaligen Gewerksbesitzer gegründete einklassige Schule war nur den Kindern der im Eisenwerke Beschäftigten zugänglich, es waren 240 Kinder mit einer Lehrkraft. Die übrigen schulpflichtigen Kinder mussten nach Neunkirchen und St. Lorenzen in die Schule gehen.
Im Jahre 1874 fasste der Gemeinderat von Dunkelstein den Beschluss, eine öffentliche Volksschule zu bauen. Die Schule zählte damals vier Klassen mit 343 Kindern. Die Schüler der vier Klassen mit nur zwei vorhandenen Lehrkräften erhielten täglich je drei Stunden Halbtagsunterricht. Im Jahre 1947 standen insgesamt 17 Klassenzimmer zur Verfügung.

Durch die moderne Entwicklung im Schulunterricht waren auch diese 17 Klassenzimmer zu wenig. Die Ruedl – Schule mit 7 Klassenzimmer reichte auch nicht aus.

So beschloss der Gemeinderat von Ternitz am 19. Dezember 1950, eine neue Hauptschule zu bauen. Mehr als 60 Projekte wurden eingereicht und die Preisrichter wählten den Entwurf des Architekten Roland Rainer. Der gewaltige Bau wurde in nur 49 Wochen fertiggestellt. Licht, Luft und Sonne durchfluteten die neuen Räume.

Die ständig steigenden Schüler- und Klassenzahlen durch die Positionierung als „Sporthauptschule“, die Einführung der Realklasse und der „Informatikklasse“ haben im Jahr 2003 einen Um- und Zubau der Hauptschule notwendig gemacht. Nach nur fünf Monate Bauzeit konnte der Zubau, am 14. November 2003 anlässlich „50 Jahre Hauptschule Ternitz“ feierlich eröffnet werden.